Das Erlebnis des "Kundalini-Feuers"
Eine chronische Amalgam-Vergiftung und eine vereiterte Zahnwurzel (erst
nachträglich diagnostiziert) verursachten bei mir monatelang Empfindung eines
durch meine Adern wandernden Feuers. Als ich bemerkte, das ich das Feuer mit
meiner blossen Vorstellungskraft beliebig durch meinen Körper führen konnte,
erinnerte ich mich an meine frühere erfolglose Versuche mit dem "Kundalini-Yoga".
Diesmal war es mir innerhalb von zwei Tagen gelungen, durch die Führung dieses
Feuers in das Chakra unter den Füssen eine hinaufsteigende „Feuer-Implosion"
durch die mittlere energetische Bahn (Susumna) in meiner Wirbelsäule auszulösen.
Ich sah mich gleichzeitig in meinem Zimmer und in einem schwarzen Tunnel - mit
zwölf goldenen Bahnen und Licht in seinem Ausgang - schweben. Im Hintergrund
hörte ich meine Chakren als Elektromotoren summen und im Vordergrund vernahm ich
eine aller harmonischste Sphärenmusik. Dabei fühlte ich mich als eine im
Gleichschritt marschierende, fröhlich eingestimmte, singende und kraftstrotzende
"Ich-Kompanie". (Ichs der vorherigen Leben?) Später empfand ich meinen Körper
als einen aus energetischen Schwingungen bestehenden, meine Körpergrenzen weit
überschreitenden, rhythmisch rotierenden und pulsierenden Wirbel, und fühlte
mich dabei wie ein "Blei auf einem Nylonfaden" durch die kosmischen Räume
geschleudert.
Dieser „Feuerphase" folgte etwa nach acht Stunden eine mehrstündige
„Frostphase". Fremde Kälteenergien drangen in meine Finger und Zehen ein,
kletterten meine Akupunkturbahnen hinauf, „überrumpelten" meine Abwehr und
rasteten mit einem hörbaren Krach hinter meinem rechten Ohr hinein, nahe einer
Stelle, wo später eine eitrige Kieferzyste operativ entfernt wurde. Ihr
Eindringen wurde mit Gänsehaut und Angst zu erfrieren begleitet.
Es dauerte Monate, bis sich dieser zum Leben untaugliche Zustand wieder
normalisierte. An Stelle meines physischen Körpers trat nämlich die Empfindung
meines energetischen Aeterkörpers in Vordergrund. Die normalerweise
unterbewussten Schwingungen meiner Energiekreise wurden so stürmisch, dass sie
nicht nur meine Empfindungen dominierten, sondern auch meine Bewegungen so stark
störten, sodass ich nur mit der grössten Mühe gerade gehen, gerade schauen und
meine Hände ruhig halten konnte. Während dieser Zeit (monatelang) hörte ich
immer noch die Sphärenmusik, bekam sofort Antworten auf meine Fragen und sah (in
mir) die seidenartigen Aurablätter meiner Mitmenschen sich über ihren Köpfen,
wie atmende Seeanemonen, öffnen und schliessen. Nach dem teilweisen Verblassen
dieser detaillierten übersinnlichen Wahrnehmung blieb mir noch eine erhöhte
Sensibilität für die Rotationen und Ströme meines Energiekörpers, sowie auch der
Energiekörper von Anderen, zurück. Wie ich nachträglich aus Literatur erfuhr,
wurden durch die aufsteigende Kundalini-Energie meine höheren Chakren plötzlich
geöffnet und damit meine neue Fähigkeit, die Energiefelder direkt wahrzunehmen,
eine sog. "Zweite Aufmerksamkeit", erschlossen. Durch diesen starken
Energie-Stoss wurde ich aus meinem gewohnten Körperbewusstsein aufgeschleudert
und geriet bis auf die Mentalebene, wo Bilder und Formen gleichzeitig auch Töne
sind.
Der eigentliche Schlüssel zu diesem Kundalini Erlebnis war die etwa tausendfache
Erhöhung der Rotations- Geschwindigkeit meiner Chakren - von den etwa 60
Umdrehungen pro Minute im Normalzustand, zu der Geschwindigkeit eines summenden
Elektromotors. Gleich stark erhöhte die aufsteigende Kundalini-Kraft die
Rotations- Geschwindigkeit meiner Sinnesorgane und meines aeterischen Körpers
und machte sie miteinender "kompatibel". So konnte ich den Tausendblättrigen
Lotus der Yogi (identisch mit der aeterischen Körperhülle) plötzlich sehen und
sowohl die Sphärenmusik als auch die Gedanken von der Mentalebene hören.
Der Kälte-Überfall (nach der "Feuerphase") war eine Parallele zu Jesu
Austreibungen böser Geister aus Besessenen (die sich als Parasiten von derer
Lebenswärme ernähren) und ihrer Rückkehr in die frisch ausgefegten Wohnungen.
Nur das Händeauflegen und Liebe der Angehörigen, nicht die äusseren Wärmemittel,
halfen mir die „Erfrierungsgefahr" zu überstehen.
Die Haupterkenntnis meiner Kundalini-Erfahrung
war die Entdeckung, dass ich eigentlich keinen festen Körper habe und dass die
Hüllen (Koshas) meines multidimensionalen Körpers auf dem Prinzip von
elektromagnetischen Spulen funktionieren. Sie schwingen (rotieren)
abwechslungsweise sechsmal nach rechts und sechsmal nach links (beobachtet von
der gleichen Chakra - Ebene. Dagegen wenn man den Verläufen der Yang - und der
Yin - Kurve folgt, steigt die Yang - Kurve bei jeder Yang-Schwingung
rechtsdrehend um eine Etage höher und die Yin - Kurve senkt sich bei jeder Yin -
Schwingung linksdrehend um eine Etage tiefer. Unter der normalen energetischen
Regulation fliessen so der Yang - und der Yin-Strom über alle Etagen immer
doppelspurig, bei diversen energetischen Blockaden dann nur in einer aus Ying
und Yang - Segmenten bestehenden Spur.
Die "Heilige Monade/Triade" (Licht in uns) = der Dharmakâya / Universalkörper,
ist ein Funken aus der geistigen Zentralsonne und unsere eigentliche
Energiezentrale. Sie speist über die Silberschnur alle unseren Körperhüllen mit
den sechs rechtsdrehenden Schwingungen der Yang-Energie der Sonne und mit den
sechs linksdrehenden Schwingungen der Yin-Energie der Erde. Das ergibt in allen
Körperhüllen ein spiralartiges und spiegelbildliches, rotierendes, sich immer
wandelndes Energiemuster. Wie beim "Jo-Jo - Spiel" wechselt die "Lotusblüte"
alle 52 Sekunden ihre Lage über dem Kopf und unter den Füssen. Dabei tauschen
sich die inneren (in ihren Körpern) und äusseren Energien (in ihren Aurahüllen)
immer gegenseitig um. Skizze : Aurakokon als Dipol - dipolog ist deswegen auch
sein Träger, der innere Geist, Rigpa.
Unabhängig von diesem sich wandelnden Energiemuster (des grobstofflichen und der
niederen feinstofflichen Körper), gibt es auf der höheren (monadischen)
Geistkörper-Ebene nur zwei nichtverwechselbare Drehrichtungen: links (herunter)
- in die Materie (jüngere Seelen mit dem noch ungesättigten materiellen
Verlangen - die wahrscheinlich auch karmisch stärker belastet sind) und rechts
(hinauf) - zurück zur Quelle (ältere Seelen mit gesättigten materiellen
Erfahrungen und karmischen Restbelastung - (in diese Gruppe gehören zum Beispiel
die Mütter von vielen Kindern, denn jedes Kind baut ein Stück des Ego der Mutter
und somit auch ihre karmische Belastung ab. Diese zwei "links" und "rechts"
drehenden Gruppen kann ich nicht nur "in vivo" sondern auch im Fernsehen und auf
den Bildern sehen und unterscheiden.
Die Erleuchtung Buddhas war eigentlich die Erkenntnis,
dass das ganze Universum nur aus einem einzigen Lebensgeist besteht. Im
Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn ist der ältere Sohn, der zu Hause bleibt und
im Vaterhaus arbeitet, nichts anderes, als dieser immanente Geist (rigpa) des
Universums. Deswegen braucht er kein eigenes Ego (keinen "Schutzkäfig" des
Kausalkörpers).
Der jüngere (verlorene) Sohn dagegen will den eigenen Erfahrungsweg durch die
Materie und den Raum gehen, wohin ihn sein reiner Geist unwiderstehlich zieht
(da er selbst bipolar ist, d.h. sowohl den Pol des Geistes als auch der Materie
in sich hat). Dazu braucht er, sowie jeder ihn in die Materie begleitender
Geistesfunke (die Hälfte der reinen Geister vom Vaterhause), sein eigenes Ego,
wie einen "Schutzkäfig" der geistigen Monade (= Atmans Triade), d.h. den
glitzendern Kausalkörper. Alle Atmans Triaden senken sich dann linksdrehend in
die feinstoffliche und dann in die grobstoffliche Materie. Ihre Kausalkörper
werden dann zum Umbau- und Ausbaustellen aller Arten zuerst der
untermenschlichen und dann der menschlichen Evolutionsformen. Erst wenn ein
Mensch die Grenze der Entwicklung seines Mentalkörpers erreicht hat und braucht
als Mensch nicht mehr wiedergeboren zu werden, darf sein Kausalkörper (als
Gefängnis seiner göttlichen Triade) aufgelöst (verbrannt) werden. Das Denken ist
nämlich an für sich ein göttliches Feuer, das beim Erreichen seiner menschlichen
Entwicklungsstufe von den Herren der Flamme entzündet wurde. Als Träger dieses
Feuer (und gleichzeitig der Sprache) entwickelte sich bei den Menschen das
Halschakra, welcher, wie das Denken und Sprechen, bei den Tieren fehlt.
Als die in die Materie heruntergestiegenen Triaden, des Leidens, das sie mit
ihren egoistischen Taten verursacht haben, überdrüssig wueden und ihre
karmischen Schulden wieder durch die Taten der Nächstenliebe grösstenteils
wieder gut gemacht haben, kehren sie mit ihren Welt-Erfahrungen und ihrem
Restkarma (rechtsdrehend) zurück zum Vater (Abba). Dieser ist nicht der
jähzornige und eifersüchtige Jahve des alten Testamentes, da er die rückkehrende
schon auf dem Wege mit offenen Armen und Liebe erwartet. Aus seiner Freude und
Sehnsucht nach den "Verlorenen" sehen wir, dass ihr Ausflug in die Materie von
ihm gewollt und minutiös vorausgeplant wurde. Das Ego (den Kausalkörper) das
jeder Geist vor seiner Reise als "Schutzkäfig" angezogen hat, braucht er nach
seiner Rückkehr nach Hause nicht mehr und legt ihn (durch verbrennen) ab - dann
unterscheidet sich von seinem Vater nicht mehr.
Dieser Abba erinnert uns eher an einen gutmütigen und lachenden transzendentalen
und immanenten Buddha (Christus) in uns als auf einen zornigen und rachsüchtigen
Jahve. Deswegen erklärt uns Sai Baba, dass "jeder Mensch minus Ego ist Gott" und
jeder Mensch kann, wegen seiner Buddha-(Christus)Natur, ganz demokratisch die
vollkommene Buddhaschaft jederzeit erreichen, was das gleiche ist, dass der
Christus in uns geboren werden kann und muss. Dagegen der Jahve ist ein ganz
anderes Wesen - kein liebender und dienender Vater und Bruder, sonder ein
Eroberer vom anderen Planeten, und ein machtsüchtiger Diktator, der keinen
Widerspruch und keinen seinesgleichen neben sich ertragen kann - ein wahres
Vorbild des "heiligen Vaters" in Vatikan.
Auch für die Entstehung jedes neuen kosmischen Tages (eines neuen Universum)
sind diese zwei Söhne des Vaters immer nötig. Einer muss zu Hause bleiben um
"als immanente Lebensgeist" das Haus am Leben zu erhalten und der andere, dem
kosmischen Fortschritt zu Liebe, muss immer auswandern, um für das Ganze neue
Erfahrungen zu holen. Beim nächsten "kosmischen Tag" tauschen sie sich (sehr
wahrscheinlich), ihre Aufgaben um. Heute leben wir in dem vierten kosmischen
Tag, das heisst in dem noch "jungen und dummen" Universum, mit noch zu viel vom
"kosmischen Übel".
Was mir nach meinem Kundalini-Erlebnis am meisten zu schaffen gab, war das
Enträtseln des menschlichen energetischen Musters. Seine aussersinnliche Analyse
erforderte noch weitere zwei Jahrzehnte fortgesetzter Beobachtungen und
wiederholten Korrekturen, bis ich einigermassen begann, sein Funktionieren zu
begreifen. Dieses Studium zeigte sich dann sehr nützlich für das Begreifen der
chinesischen Energetik, die sich die heutige schulmedizinische Akupunktur-Lehre
(ohne das verlorene Lehrgebäude von Auren und Chakren) überhaupt nicht
vorstellen kann. Die Energie-Flüsse in den innerkörperlichen Yang - und
Yin-Meridianen enden nämlich nicht als Sackgassen in ihren Meridian-Endpunkten,
sondern überbrücken (schliessen) die ausserkörperlichen Teilstrecken über ihre
Auren - Hüllen zu vollkommenen Funktions-Kreisen zu. Eine Energiewelle geht so
als Flut-Welle (in der Richtung der Meridian-Nummerierung) hin, und als
Ebbe-Welle - über die gleichen Bahnen - (gegen die Richtung der Meridian -
Nummerierung) zurück.
Besonders wertvolle Ansätze für das abschliessende Verarbeiten meines
Kundalini-Erlebnisses brachte mir dann Sogyal Rinpoche in seinem "Tibetischen
Buch vom Leben und Sterben", wo mir die nahe Verwandtschaft zwischen meinen
todesnahen "Kundalini -" und den von ihm beschriebenen "Bardo-Erlebnissen"
bewusst wurde. Die harmonisierende und alles heilende Kraft der Gottes- und
Nächstenliebe, im speziellen in der "tonglen Praxis" der sich aufopfernden
Nächstenliebe (tonglen = nehmen und verbrennen das Schlechte und zurückgeben das
Gute) ist nützlich sowohl für die geistige Heilung als auch für die
Sterbebegleitung und schliesslich auch für die Erleuchtung und Weltverbesserung.
Durch das Löschen ("kreuzigen") des "bösen Geistes von Ego" (der alleine für
unsere ganze Leidensmisere verantwortlich ist), macht so die "tonglen Praxis"
den Menschen zu Gott. So können zwar für für den Menschen einige Krankheiten
unheilbar sein, aber "dem verwandelten Gott in uns" können sie nichts mehr
anhaben.
Gott im "Tempel des menschlichen Körpers" ist sein wahres Wesen und sein
allmächtiger Besitzer. Er ist ein reiner "bipoliger" Heiliger Geist, dessen zwei
Pole die Nirvana und Samsara sind. Seine Hauptleidenschaft ist das stetige
Wandern von einem Pol zum Anderem. Nicht nur jeder Mensch, aber auch jedes
Geschöpf ist in seinem Wesen ein Geistestropfen und beginnt seine
Entwicklungsreise als eine dipolige Triade. Aus der nirvanischen Sicht der
Ewigkeit ist dann das eingekerkerte materielle Leben "der Tod" und sein Auflösen
"im Tode" die Rückkehr ins wahre Leben.
Den gefundenen Gott theoretisch zu beschreiben gleicht jedoch nur einer Ahnung
der aufgehenden Sonne vor der Tagesdämmerung. Im Gott wie in einer über dem
Horizont aufgestiegenen Sonne der göttlichen Liebe aufzugehen, mit ihm eins zu
werden, die Welt mit seinen Augen und seiner Liebe zu schauen, das ist die
praktische Erleuchtung und Gottverwirklichung: "Ich bin die Sonne der göttlichen
Liebe". Dazu brauche ich nur die Auflösung meines Ego!
So dürfen wir mit Apostel Paulus sagen: "Nicht ich, aber der Christus (Buddha)
lebt in mir!" Und mit dem Angelus Silesius (dem deutschem Mystiker): "Würde
Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bliebest ewiglich
verloren."
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